Willkommen zur Februarausgabe von Electro Beat – deiner monatlichen Zusammenfassung der wichtigsten Nachrichten aus der Welt der Elektrofahrzeuge. Auch in diesem Monat gibt es wieder jede Menge spannende Neuigkeiten: EVs mit privatem Fluggerät, Gewinner beim Auto des Jahres, BYD übertrumpft etablierten E-Auto-Hersteller und wird zum weltweiten Bestseller … und vieles mehr!
Legen wir los …
Fliegende Autos? Aktuelle Flugtechnik von Xpeng für EVs
Wer war überzeugt, dass zu diesem Zeitpunkt in unserem Jahrtausend fliegende Autos längst zum Alltag gehören? Nun, ganz so weit sind wir noch nicht, aber Xpeng hat etwas sehr Interessantes entwickelt. Ein neues EV-Konzept erschließt neue Wege für Stausituationen – den Luftraum. Nach dem 10-tägigen Dauerstau in Peking 2010 forschten die Autohersteller nach unkonventionellen Ideen. Was könnte – nur 10 Jahre nach dem prophezeiten Datum im Film „Zurück in die Zukunft“ – inspirierender sein als ein fliegendes Auto?
Obwohl es sich nicht um ein offizielles fliegendes Straßenfahrzeug handelt, lautet der Firmenname für diese Vorserie „Land Aircraft Carrier“. Bei bereits 7.000 Bestellungen könnte es diese Neuheit noch in diesem Jahr auf die Straße schaffen.
Bevor es aber weitergehen kann, wünscht sich die Unternehmensleitung von Xpeng, dass ihr Managementteam die Fluggeräte nicht nur testet, sondern auch selber beherrscht. Stell dir vor, auf deiner To-do-Liste stünde etwas von „Auto fahren, Drohne fliegen“ … Das Unternehmen will das Fliegen so einfach wie Autofahren gestalten, in der Hoffnung, das darin die Zukunft der EV-Beförderung liegt. Das ist ein ausgefallenes Konzept, und wir sind gespannt, wohin die neue Technologie führt.
Zu diesem Zeitpunkt können wir uns noch nicht vorstellen, dass Passagierdrohnen weltweit zum Einsatz kommen – schließlich braucht man für den Betrieb eines Privatfluggeräts bestimmte Fähigkeiten und Lizenzen. Dennoch stellt das Konzept einen innovativen Schritt in der EV-Technik dar. Neben dem Offensichtlichen, dem Fliegen, gibt es bei dieser Neuheit weitere bemerkenswerte Aspekte:
Nicht nur die Reichweite wurde vergrößert, das Fluggerät kann zudem während der Fahrt geladen werden. Die mobile Ladetechnik funktioniert im fahrenden wie geparkten Zustand, und eine vollständige Ladung reicht für bis zu sechs Flüge.
Eine Passagierdrohne hat eine beträchtliche Nutzlast. Die reicht jedoch nicht für das 6-rädrige Fahrgestell des Transporters. Die optimierte Nutzlastkapazität ermöglicht eine Hinterradlenkung.
Auto des Jahres 2026
Die „Car of the Year“-Awards sind zurück, und der Mercedes Benz CLA hat im Jahr 2026 den ersten Platz errungen. Ein bedeutender Sieg für Mercedes, dessen letzter Erfolg in diesem Wettbewerb vor 52 Jahren mit der Mercedes-Benz S-Klasse erzielt wurde.
Der Mercedes Benz CLA wurde für seine außergewöhnliche Effizienz zum König der Autos 2026 gekrönt. Mit bis zu 792 km Reichweite übertrifft er viele Modelle am Markt hinsichtlich der längsten Fahrtstrecke mit einer einzigen Ladung.
Das Modell überzeugt nicht nur durch seine Nutzbarkeit auf der Langstrecke. Auch das aerodynamische Design kommt der Reisegeschwindigkeit zugute, wobei die Aerodynamik aus technischer Sicht einen Luftwiderstandsbeiwert von 0,21 erzielt – in der EV-Welt ein ziemlich guter Wert. Dies geht Hand in Hand mit der hocheffizienten, leistungsstarken Batterietechnik, die dank 800-V-Batterietechnik an einem Ultraschnell-Ladepunkt eine Ladung für 325 km in nur 10 Minuten ermöglicht.
Der seit 1964 verliehene Preis für das „Auto des Jahres“ ist eine jährliche Auszeichnung mehrerer Unternehmen für die beste Technologie in der europäischen Automobilbranche. Die diesjährige Preisverleihung fand in Brüssel statt, wobei die Ergebnisse von 59 Juror*innen aus 23 Ländern ermittelt wurden, die zwar alle in der Automobilindustrie tätig sind, ihre Stimme aber unabhängig von finanziellen Interessen der Automobilhersteller abgeben.
Alle teilnehmenden Fahrzeuge müssen drei Kriterien erfüllen:
völlig neues Modell
in mindestens fünf europäischen Ländern erhältlich
Verkaufserwartung von mindestens 5.000 Einheiten pro Jahr
Die Kriterien für die Punktevergabe reichen vom allgemeinen Design bis hin zu technischer Innovation, aber die wichtigsten Gewinnmerkmale sind Technologie, Preis-Leistungs-Verhältnis, Design und Nachhaltigkeit. In diesem Jahr bieten fast alle gelisteten Modelle eine vollelektrische Version ihres Autos an – mit nur einem Hybridfahrzeug am Start. Das ist ein unglaublicher Schub für den EV-Markt, da die Spitzentechnologie in allen Vollstromern in ganz Europa zum Einsatz kommt.
Offizielle Ergebnisse der Auszeichnung zum Auto des Jahres:
Sieger: Mercedes-Benz CLA (320 Punkte)
2. Skoda Elroq (220 Punkte)
3. Kia EV4 (208 Punkte)
4. Citroën C5 Aircross (207 Punkte)
5. Fiat Grande Panda (200 Punkte)
6. Dacia Bigster (170 Punkte)
7. Renault 4 (150 Punkte)
BYD überholt Tesla als weltweit größter EV-Hersteller
BYD hat Tesla offiziell überholt und ist nun der weltweit größte Hersteller von Elektrofahrzeugen – ein bedeutender Meilenstein im globalen Wettlauf um die Führungsposition in der EV-Branche.
Im vergangenen Jahr lieferte BYD weltweit rund 4,6 Millionen Fahrzeuge aus, darunter knapp 2,3 Millionen vollelektrische. Das entspricht einem Anstieg der Gesamtauslieferungen um 7,7 % gegenüber dem Vorjahr, wobei der Absatz von Vollstromern um beeindruckende 28 % zulegte.
Tesla hingegen lieferte im Laufe des Jahres etwas mehr als 1,63 Millionen Fahrzeuge aus – 8,5 % weniger – und verzeichnete damit bei den Auslieferungen den zweiten jährlichen Rückgang in Folge.
Diese Veränderung unterstreicht den Wandel in der globalen EV-Landschaft, in der die chinesischen Hersteller rasch aufholen, während westliche Marken mit geänderten Subventionen und verschärftem Wettbewerb zu kämpfen haben.
Die Zahlen im Überblick
Auslieferungen BYD gesamt: 4,6 Millionen (+7,7 %)
BYD-Vollstromer: ca. 2,3 Millionen (+28 %)
Auslieferungen Tesla gesamt: 1,636 Millionen (-8,5 %)
Auslieferungen Tesla in Q4: 418.227 (-15,6 %)
Wie kommt es zu dieser Veränderung?
Der globale EV-Markt wird reifer und zunehmend wettbewerbsintensiver.
Beide Hersteller spüren den Druck:
Die US-Subventionen für Elektrofahrzeuge wurden Ende September abgeschafft, was sich auf die Nachfrage nach Tesla-Fahrzeugen auswirkt.
China reduziert schrittweise bestimmte Kaufanreize für Elektrofahrzeuge.
Eine Welle neuer Elektrofahrzeugmodelle sorgt für Konkurrenz auf dem heimischen Markt.
Handelsbarrieren verlangsamen die internationale Expansion chinesischer Marken.
Trotz eines Rückgangs im Dezember deutet das Gesamtjahreswachstum von BYD darauf hin, dass das Unternehmen preisklassen- und weltmarktübergreifend eine erfolgreiche Diversifizierung erreicht hat.
Was bedeutet das für die Fahrer*innen?
Die wichtigste Erkenntnis? Der Wettbewerb nimmt zu – eine gute Nachricht für die Verbraucher*innen.
Mehr Hersteller, die weltweit miteinander konkurrieren, bedeuten in der Regel:
größere Auswahl in allen Preisklassen
schnellere technische Weiterentwicklung
verbesserte Batterieeffizienz
größerer Druck, die Preise wettbewerbsfähig zu halten
Da etablierte Marken, US-amerikanische Akteure und chinesische Hersteller um Marktanteile konkurrieren, geht es im EV-Bereich weniger um frühe Markteinführungen als vielmehr um die Dominanz im Mainstream.
Taiwan fördert Umstellung auf Elektrofahrzeuge finanziell – mit Erfolg
Wer in Taipeh schon einmal an einer roten Ampel gewartet hat, kennt das Prozedere bei grünem Licht: Eine Flut von Motorrollern schießt los.
In Taiwan übersteigt die Zahl der Motorroller die Anzahl an Autos um etwa 2 zu 1 – damit gehören die Scooter zu den größten Verursachern verkehrsbedingter Umweltverschmutzung im Land. 2022 hat die Regierung eine einfache, aber wirkungsvolle Maßnahme eingeführt: Sie bezahlt die Menschen dafür, dass sie ältere Verbrenner durch Stromer ersetzen.
Ende 2025 zeigen sich nun erste Ergebnisse.
Nach Angaben des taiwanesischen Umweltministeriums hat das landesweite Programm für Fahrzeugaustausch und -anpassung seit der Einführung dazu beigetragen, dass 124.798 ältere Fahrzeuge ersetzt wurden..
Die gemeldeten Auswirkungen auf die Umwelt? Ein kumulierter Rückgang um 529.212 Tonnen CO₂-Äquivalent.
So funktioniert das Programm
Die Maßnahme konzentriert sich auf die Verschrottung älterer Motorräder und Autos mit Verbrennungsmotor und deren Ersatz durch elektrische Alternativen.
Die Anreize sind abhängig von:
Fahrzeugtyp
Kraftstoffart
Verschmutzungsgrad
Durch den Austausch stark umweltbelastender Fahrzeuge wie Diesel-Lkw können Zahlungen von bis zu 16.000 NT$ (etwa 500 US$) freigeschaltet werden.
In Taiwan ist das nicht unbedeutend, 16.000 NT$ entsprechen knapp einem Monatsgehalt. Und wenn neue Elektroroller von Marken wie KYMCO deutlich unter 30.000 NT$ (rund 1.000 US$) kosten, macht die Rechnung Sinn – insbesondere, wenn man die Kraftstoffeinsparungen berücksichtigt.
Kurzüberblick über die Auswirkungen
Veränderungen seit 2022:
124.798 Altfahrzeuge ersetzt
529.212 Tonnen CO₂ eingespart
landesweite Einführung
unterstützt von lokalen Regierungen wie Tainan und Kaohsiung
Was ist an Taiwan besonders?
Durch Taiwans Beförderungskultur ist diese Politik besonders wirkungsvoll:
Roller, die den täglichen Pendlerverkehr dominieren
dichtbesiedelte städtische Ballungsräume
etablierte Batteriewechsel-Infrastruktur
finanzielle Anreize, die im sinnvollen Verhältnis zum Einkommen stehen
Bei knapp 125.000 Ersatzfahrzeugen wird sich das Verkehrsbild nicht über Nacht verändern. Aber die Einsparung von über einer halben Million Tonnen CO₂ bei der Modernisierung eines der weltweit rollerlastigsten Verkehrssysteme zeigt, dass gezielte finanzielle Anreize das Verbraucherverhalten maßgeblich verändern können.
Renault übernimmt E-Transporter-Hersteller Flexis
Der Markt für gewerbliche Elektrofahrzeuge gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Renault-Gruppe hat bestätigt, dass sie den Elektrotransporter-Hersteller Flexis vollständig übernehmen wird, wodurch deren Joint Venture mit der Volvo-Gruppe und dem Logistikriesen CMA CGM endet – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Genehmigung.
Bisher hielten Renault und Volvo jeweils 45 % der Anteile an Flexis, während sich die restlichen 10 % im Besitz von CMA CGM befanden. Nun wurde eine verbindliche Vereinbarung unterzeichnet, nach der Renault 100 % des Unternehmens aufkaufen wird.
Dieser Schritt signalisiert die Absicht von Renault, verstärkt auf dem schnell wachsenden Markt für leichte Elektro-Nutzfahrzeuge (LCV) mitzumischen.
Was ist Flexis?
Flexis wurde 2024 mit dem Ziel gegründet, eine neue Generation vollelektrischer Mittelklasse-Transporter zu bauen. Die Fahrzeuge richten sich an städtische Logistikunternehmen, die mit strengeren Emissionsvorschriften und einer steigenden Liefernachfrage konfrontiert sind.
Bei der Markteinführung stellte Flexis drei Modelle vor:
Step-in Van
Cargo Van
Panel Van
Alle basieren auf einer EV-nativen Skateboard-Plattform mit einer elektronischen Architektur, die von der Ampere-Division von Renault – dem dedizierten EV-Zweig des Unternehmens – entwickelt wurde.
Flexis hat außerdem ein Software-Ökosystem entwickelt, mit dem Flottenbetreiber ihre Elektrifizierung verwalten, Routen optimieren und die wachsenden Herausforderungen der städtischen Logistik besser bewältigen können.
Wie geht es weiter?
Renault leitet ab sofort nun die Entwicklung der neuen vollelektrischen LCV-Reihe.
Das erste bestätigte Modell:
Renault Trafic Van E-Tech electric
erwarteter Produktionsanlauf bis Ende 2026
Ab 2027 wird auch die Volvo-Gruppe das Fahrzeug über Renault Trucks vermarkten und damit die langjährige Partnerschaft zwischen Renault und Volvo im LCV-Bereich fortsetzen.
Renault betont, dass die Übernahme keine Auswirkungen auf ursprüngliche Industriepläne oder Produktziele habe. Das Ziel bleibe weiterhin, „bahnbrechende Produkte und Dienstleistungen“ im Segment der elektrischen Mittelklasse-Transporter anzubieten.
Robust für den Job – elektrisch in die Zukunft
Zahlreiche Flottenbetreiber haben bereits mit der Umstellung auf Stromer begonnen oder erwägen diesen Schritt. Wir sprechen oft nur über Elektroautos, aber die Elektrifizierung von Lkw, Bussen und Nutzfahrzeugflotten ist für die breite Energiewende ebenso wichtig. Das Thema Elektrifizierung geht ja weit über Personenkraftwagen hinaus. Wir beschreiben zwei Beispiele für Flotten, die auf einen saubereren, effizienteren Transport hinarbeiten.
Elektrische Müllwagen in Chicago
Am 14. August 2025 kamen Führungskräfte von Republic Services, Mack Trucks und ComEd in Chicago zusammen, um die Einführung der ersten elektrischen Müllwagenflotte der Stadt zu feiern.
Dieser Meilenstein ist die Ankunft zwei neuer Müllwagen des Typs Mack LR Electric, die dazu beitragen, die Müllabfuhr auf den Straßen der Stadt emissionsfrei zu gestalten.
Der Mack LR Electric wurde speziell für die Müllabfuhr entwickelt. Er verursacht keinerlei Abgasemissionen und bietet den täglich damit arbeitenden Müllentsorgern die erforderliche Robustheit und Leistung. Für stark befahrene Stadtrouten bedeutet das keine Kompromisse bei der Leistungsfähigkeit.
Elektrifizierung bringt mehr als nur saubere Luft:
leiserer Betrieb, ideal in den frühen Morgenstunden in Wohngebieten
weniger lokale Emissionen für eine gesündere städtische Umwelt
eleganter Elektroantrieb für komfortableres Fahren, geeignet für die Müllabholung im Stop-and-Go-Betrieb
bessere Manövrierfähigkeit dank Niedrigbauweise mit nach vorn versetztem Fahrerhaus und engem Wendekreis
Für Städte wie Chicago, in denen täglich Wohn- und Gewerbeabfälle aus dicht besiedelten Stadtvierteln abgefahren werden, sind diese Eigenschaften von großem Wert.
Warum ist das wichtig?
Lkw und andere Schwerlastfahrzeuge sind erhebliche Emissionsverursacher in Städten. Die Elektrifizierung der Müllwagenflotten ist ein spannender Schritt in Richtung sauberer Straßen und einer nachhaltigeren städtischen Infrastruktur.
Partnerschaften wie die Kooperation zwischen Republic Services, Mack Trucks und ComEd zeigen, dass Versorgungsunternehmen, Hersteller und Betreiber den Wandel gemeinsam beschleunigen können.
Go-Ahead mit 1.000 emissionsfreien Bussen in London
Go-Ahead London hat offiziell die Marke von 1.000 emissionsfreien Bussen erreicht, die in der Hauptstadt im Einsatz sind. Damit ist das Unternehmen der größte Betreiber einer grünen Busflotte im Vereinigten Königreich.
Das Meilenstein-Fahrzeug wurde in London vor den Augen des stellvertretenden Bürgermeisters für Verkehr, Seb Dance, elektrisch geladen.
Go-Ahead London betreibt mehr als 2.500 Busse auf 170 Strecken und befördert täglich über eine Million Fahrgäste. Mit heute 1.000 emissionsfreien Fahrzeugen sind rund 40 % der Strecken vollständig elektrifiziert.
Das Gesamtbild
Der emissionsfreie Betrieb begann vor über 12 Jahren.
13 Betriebshöfe in ganz London unterstützen nun Elektrobusse.
Northumberland Park ist einer der europaweit größten Betriebshöfe für Elektrobusse.
Die gesamte britische Flotte (5.000 Busse) soll bis 2035 emissionsfrei sein.
Im ganzen Vereinigten Königreich gab es 2025 mehr als 2.500 emissionsfreie Busse, was dem Markthöchststand der letzten 17 Jahre entspricht.
In London ist das ein weiteres Signal dafür, dass die groß angelegte Elektrifizierung von Fahrzeugflotten keine Zukunftsmusik, sondern bereits in vollem Gange ist.
BEVs und PHEVs an erster Stelle
Großbritannien hat bei EV-Verkäufen die Nase vorn, wobei Elektrofahrzeuge den regionalen Marktanteil übernehmen. Ein hervorragender Start in das Jahr. Auch wenn keine der beiden Varianten allein die Führung übernimmt, geht der gemeinsame Trend in Richtung Stromer, wobei BEVs (batterieelektrische Fahrzeuge) und PHEVs (Plug-in-Hybride) im Januar 2026 33,5 % der E-Auto-Neuzulassungen stellten.
Emissionsarme und emissionsfreie Fahrzeuge machen Stand Januar 2026 ein Drittel der Neuzulassungenaus – ein äußerst positiver Impuls für die EV-Zukunft in ganz Europa. Für das Vereinigte Königreich ist dies nach der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen im Jahr 2025, in dem jedes vierte zugelassene Neufahrzeug im gesamten Jahr elektrisch war, eine bemerkenswerte Statistik. Laut Berichten des Verbands der britischen Kraftfahrzeughersteller und -händler entfiel mehr als die Hälfte dieser Neuzulassungen auf Geschäfts- und Flottenfahrzeuge.
Bei dieser hohen Zahl an EV-Neuzulassungen belegte das Modell Kia Sportage mit über 4.500 Zulassungen im Januar den ersten Platz. Der Plug-in-Hybrid bietet eine kombinierte Reichweite von ca. 720 km und ist im Vereinigten Königreich als Einstiegsmodell für Elektroautos und Ladeangebote sehr beliebt. Er wird als familienfreundliches Auto bzw. auch als komfortabler Firmenwagen gut angenommen und rangiert bei den britischen Plug-in-Zulassungen in diesem Jahr bislang auf dem Spitzenplatz.
Wie kommt es zu diesem Wachstum?
Da die Automobilhersteller bestrebt sind, die britischen ZEV-Vorgaben (Zero Emission Vehicle) zur Reduzierung ihrer Benzin- und Dieselmodelle in der Produktion zu erfüllen, gab es Ende 2025 vermehrt Rabatte auf Elektrofahrzeuge. Was im Vertrieb als „Nachleuchten“ gilt, hat sich als anhaltender Trend hin zu Elektrofahrzeugen bis ins neue Jahr fortgesetzt.
Das gestiegene Vertrauen und die zunehmenden Möglichkeiten innerhalb der E-Auto-Industrie tragen dazu bei, dass der Umstieg für interessierte Fahrer*innen erschwinglicher wird.