In dieser Doppelausgabe von Electro Beat fassen wir alle Neuigkeiten aus der EV-Branche zusammen, die du in den letzten zwei Monaten verpasst hast! Von einem Elektroauto, das du mit deinem Smartphone reparieren kannst, bis hin zu 3 Milliarden EUR Fördermitteln für Elektroautos in Deutschland gibt es jede Menge zu berichten.
Legen wir los …
Aria: Das DIY-Elektroauto, das du mit einem Smartphone reparieren kannst
Ein Team von Studierenden aus den Niederlanden hat eine mögliche Lösung für die steigenden Kosten und die Komplexität im Zusammenhang mit dem Besitz von Elektrofahrzeugen (EV) vorgestellt. Ihr Konzeptfahrzeug Aria (was für Anyone Repairs It Anywhere steht) wurde speziell entwickelt, damit Besitzer*innen Fehler selbst diagnostizieren und Reparaturen durchführen können.
Das von Studierenden der TU/e Eindhoven University gebaute Fahrzeug stellt das moderne Geschäftsmodell der Automobilindustrie in Frage, bei dem Besitzer*innen durch spezialisierte Werkzeuge, versiegelte Komponenten und komplexe Architektur oft von ihren eigenen Autos ausgegrenzt werden.
Sind moderne Elektrofahrzeuge schwer zu reparieren?
Wenn du einen Blick unter die Motorhaube eines Benziners und eines Elektroautos wirfst, wirst du überrascht sein, wie einfach die Unterschiede zu erkennen sind. Da die Batterien direkt in das Fahrgestell integriert sind und nicht auf standardisierten Teilen basieren, erfordert die Reparatur von Elektrofahrzeugen u. a.:
Spezielles Fachwissen: Mechaniker*innen, die für die Arbeit an komplexen elektrischen Antriebssträngen qualifiziert sind, sind echte Mangelware.
Markeneigene Schlösser: Diagnosewerkzeuge sind oft autorisierten Servicezentren vorbehalten.
Das „Repair-It-Yourself“-Ökosystem von Aria
Aria basiert auf dem Prinzip der Modularität und Zugänglichkeit. Verbraucher*innen erhalten die Möglichkeiten, die Werkzeuge und das Wissen, um ihre Fahrzeuge selbst zu warten.
1. Smartphone-Diagnose
Anders als bei einer Motorwarnleuchte, die einen Besuch beim Händler erfordert, können Fahrer*innen mit Aria das Problem selbst identifizieren:
USB-C-Anschluss: Das Smartphone wird einfach über ein Standard-USB-C-Kabel an das Armaturenbrett angeschlossen.
Visuelle Anleitung: Eine spezielle App erstellt ein 3D-Modell des Autos und zeigt die genaue Position des defekten Bauteils an.
Praktische Tipps: Die App findet den Fehler, listet die benötigten Werkzeuge auf und gibt Anweisungen zur Behebung des Problems.
„So wissen wir, wie wir das Problem beheben können und welche Werkzeuge wir dafür brauchen, damit wir unser Auto schnell wieder flottmachen können.“ Marc Max Hoevenaars, Softwareentwickler beim Aria-Projekt.
2. Modulare Hardware
Das physische Design des Autos ist genauso zugänglich wie die Software.
Austauschbare Verkleidungen: Außenkomponenten wie Kotflügel und Stoßstangen lassen sich im Handumdrehen austauschen.
Zugänglicher Antriebsstrang: Elektronische Komponenten und der Antriebsstrang sind so konzipiert, dass sie leicht zugänglich sind.
Integrierte Unterstützung: Zum Lieferumfang des Autos gehören ein integriertes Werkzeugset und detaillierte Reparaturhandbücher.
3. Das modulare Batteriesystem
Die vielleicht bedeutendste Innovation ist das Batteriedesign. Während die meisten Elektrofahrzeuge mit schweren, im Fahrgestell versiegelten Batterien ausgestattet sind, nutzt Aria ein modulares System.
Sechs unabhängige Module: Anstatt ein großes Batteriepaket austauschen zu müssen, können Besitzer jedes der sechs einzelnen Module einzeln ersetzen.
Manuelles Entfernen: Die Batterien sind so konzipiert, dass sie ohne schweres Hebezeug von Hand entfernt werden können.
„Das lässt sich ganz einfach von Hand selbst erledigen. Das schafft wirklich jeder.“ Callum Armour, Technischer Ingenieur.
Ist Aria marktreif?
Aria ist zwar ein voll funktionsfähiges Fahrzeug, seine Spezifikationen sind jedoch bescheiden: Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 90 km/h und die Reichweite bei 220 km. Die Studierenden betonen jedoch, dass hohe Leistung nicht das unmittelbare Ziel ist.
Das Projekt soll belegen, dass die Reparaturunfähigkeit moderner Autos eine Designentscheidung und keine technologische Notwendigkeit ist. Mit dem Beweis, dass ein reparierbares Elektrofahrzeug machbar ist, will das Team der TU/e Eindhoven die Branche zu einer nachhaltigeren, verbraucherfreundlicheren Zukunft bewegen.
Weltweite EV-Verkäufe steigen auf 20,7 Millionen – Europa auf Platz zwei
Die weltweiten Elektrofahrzeugverkäufe erreichten 2025 mit 20,7 Millionen verkauften Einheiten einen neuen Höchststand, was einem Anstieg von 20 % gegenüber 2024 entspricht!
Im Dezember überholten Elektrofahrzeuge in der EU zum ersten Mal die Benziner. Dabei verzeichneten sie in diesem Monat einen Marktanteil von 22,7 %. Diese kleine, aber feine Veränderung gibt Anlass zu Optimismus für die Zukunft der Elektromobilität im Jahr 2026.
Obwohl China mit 12,9 Millionen verkauften Fahrzeugen weiterhin die Spitzenposition hält, arbeitet Europa mit einem rasanten Wachstum von 33 % gegenüber dem Vorjahr daran, den zweiten Platz im Elektrofahrzeugmarkt zu sichern. China wächst hingegen mit nur 17 % deutlich langsamer. Die Kluft vergrößert sich, da es an Anreizen für eine stärkere Verbreitung von Elektrofahrzeugen mangelt, obwohl 2024 ein starkes Wachstum verzeichnet wurde. China mag zwar komfortabel an der Spitze des globalen Marktes für Elektrofahrzeuge stehen, aber Europa bemüht sich, aufzuholen.
Auf der anderen Seite des Atlantiks verzeichnete Amerika einen minimalen Rückgang von 1 % gegenüber dem Vorjahr. Grund dafür ist die Lockerung der Bundesvorschriften für Kraftstoffnormen, die den Druck auf die Hersteller verringert, Elektrofahrzeuge zu fördern.
Woraus resultiert diese Veränderung?
Diese Entwicklung hat viele Gründe: staatliche Maßnahmen, finanzielle Unterstützung und die allgemeine Begeisterung für Elektrofahrzeuge haben das Wachstum der Elektromobilität in der EU gefördert, während es in anderen Regionen der Welt Rückgänge gab.
Wie kam es zu Europas Vorsprung im Rennen um die Elektromobilität?
Gesetzesänderungen
Die EU hat ihr Ziel für 2035 von vollständiger Emissionsfreiheit auf 90 % gesenkt. Diese Reduzierung entlastete die Hersteller, doch bestehende Vorgaben sorgten dennoch für einen Boom bei Elektrofahrzeugen zum Jahresende.
Staatliche Unterstützung
Jedes Land hat seine eigenen Förderprogramme, die sich in ganz Europa unterscheiden. Nach dem großen Schub für Elektroautos 2024 setzte 2025 das Wachstum fort, und Anfang 2026 gewinnen Länder wie Deutschland und Frankreich erneut an Schwung.
Möchtest du wissen, wie du beim Kauf eines Elektroautos sparen kannst? In unserem Blog findest du die für dich relevanten Förderprogramme.
Ausbau der Ladeinfrastruktur
Eine der Sorgen, die viele Menschen beim Umstieg auf Elektroautos haben, ist die Suche nach einem Ladepunkt. Die Zeit und das Geld, die in die Ladeinfrastruktur in ganz Europa investiert wurden, haben das Vertrauen in die Elektromobilität gestärkt. Die Zahl der Ladestationen stieg von 1,07 Millionen im Dezember 2024 auf 1,28 Millionen bis Ende 2025 – Tendenz steigend!
Elektromobilität ist gefragt!
Immer mehr Leute sind offen für Elektroautos, und dank der stärkeren Unterstützung durch die Regierung wollen die Menschen in ganz Europa den Umstieg wagen.
Deutschland 🇩🇪 = 545.142 Einheiten, +43,2 % gegenüber 2024
Großbritannien 🇬🇧 = 473.348 Einheiten, +23,9 % gegenüber 2024
Frankreich 🇫🇷 = 326.922 Einheiten, +12,5 % gegenüber 2024
Niederlande 🇳🇱 = 156.139 Einheiten, +18,1 % gegenüber 2024
Belgien 🇧🇪 = 143.849 Einheiten, +12,6 % gegenüber 2024
Im Jahr 2025 machten Elektrofahrzeuge drei Monate in Folge mehr als die Hälfte des britischen Marktes aus. Obwohl Großbritannien nicht zur EU gehört, spielt das Land eine wichtige Rolle in Europa und hat maßgeblich dazu beigetragen, die Region auf den zweiten Platz weltweit zu bringen.
Experten gehen davon aus, dass das Wachstum in den nächsten 12 Monaten etwas langsamer verlaufen wird, um 2027 – weltweit als nächstes wichtiges „Deadline“-Jahr gesehen – wieder anzuziehen. Die bisherigen Fortschritte zeigen die Widerstandsfähigkeit des Marktes für Elektroautos – sowohl in Europa als auch weltweit.
Deutschland fördert Elektrofahrzeuge mit 3 Milliarden EUR
Deutschland setzt 2026 voll auf den Verkauf von Elektroautos und gewährt enorme Rabatte auf alle Elektrofahrzeugkäufe. Die Startförderung liegt bei 3.000 EUR pro Fahrzeug, doch die Rabatte lassen sich noch weiter steigern!
Das Ziel besteht darin, in der nächsten Hälfte des Jahrzehnts schätzungsweise 800.000 Fahrzeuge zu fördern. Die deutsche Regierung hofft, die 3 Milliarden EUR bis 2029 vollständig auszuschöpfen, und verfolgt damit folgende Ziele:
„Wir wollen mit diesem Förderprogramm etwas für die Umwelt tun, für unsere europäische Automobilindustrie und für die Haushalte, die sich ohne Unterstützung noch kein Elektroauto leisten konnten.“ Carsten Schneider, Umweltminister.
Deutschland war 2025 der drittgrößte Markt für Elektrofahrzeuge weltweit und ist in Europa führend. In den letzten 12 Monaten verzeichnete das Land einen Anstieg der Zulassungen von Elektrofahrzeugen um 43 % – ein minimales Wachstum im Vergleich zu 2023. Dieses neue Programm soll das Wachstum ankurbeln und den einzelnen Elektroautofahrer*innen helfen. In den nächsten vier Jahren wird ein jährlicher Anstieg der Elektrofahrzeugverkäufe um 17 % erwartet.
Was deutsche Einwohner*innen über das neue E-Auto-Förderprogramm wissen müssen
Wie funktioniert es?
Das Programm läuft ab dem 1. Januar 2026, wobei Online-Anträge ab Mai eingereicht werden können.
Die Förderung gilt nicht nur für den Kauf eines Autos, sondern auch für Leasingverträge.
Erst kaufen, dann sparen – die Förderung wird nach der Zulassung des Elektrofahrzeugs beantragt.
Wenn du ein erschwingliches Elektroauto suchst, hilft dir dieses Programm weiter! Für günstigere Autos gibt es nämlich zusätzliche Rabatte:
Die Förderung erhöht sich um 1.000 EUR für Fahrzeuge unter 60.000 EUR.
Die Förderung erhöht sich um 2.000 EUR für Fahrzeuge unter 45.000 EUR.
Familien bekommen zusätzliche Unterstützung:
Familien mit Kindern unter 18 Jahren können mit zusätzlichen 500 EUR pro Kind rechnen.
Der maximale Zusatzbonus liegt bei 1.000 EUR, sodass in der Regel nur zwei Kinder berücksichtigt werden.
Insgesamt könntest du 2026 zwischen 1.500 EUR und 6.000 EUR beim Kauf eines Elektrofahrzeugs sparen.
eHGV-Ladehubs erobern Großbritannien
Mit der Einführung des ersten Megawatt-Ladesystems hat die Umstellung auf eHGVs in Großbritannien massiv an Fahrt aufgenommen.
Der neue Hub im East Midlands Gateway-Depot von Kühne+Nagel, der von Voltempo als Teil des eFREIGHT 2030-Konsortiums entworfen wurde, ist seit dem 15. Januar offiziell in Betrieb.
Wie unterstützt der Hub den Güterverkehr?
Der schicke neue Hub hat 6 Gleichstrom-Ladepunkte mit einem Megawatt-HyperCharger-„Pod“, der den Strom über das Netzwerk von Ladepunkten in jeder Station verteilt. Das Design ist extrem flexibel: Entweder können mehrere Fahrzeuge mit geringerer Leistung und langsamerer Geschwindigkeit aufgeladen werden, oder ein einzelnes Fahrzeug wird mit voller Megawatt-Leistung aufgeladen, sodass ein eHGV in 30 Minuten wieder einsatzbereit ist.
Der Standort liegt direkt an der M1 und dem Flughafen East Midlands und damit im Zentrum eines der wichtigsten Logistikkorridore Großbritanniens.
Kate Broome, Sustainability and Social Impact Director bei Kühne+Nagel, meinte dazu:
„Mit dem HyperCharger und unserem neuen Elektro-Fuhrpark, der das Herzstück unserer Straßenlogistik in Großbritannien bildet, können wir unseren Kund*innen eine nachhaltigere Logistik in echtem Betriebsmaßstab bieten.“
Ausbau flexibler eHGV-Hubs
Die Anlage am East Midlands Gateway ist erst der Anfang. Sie ist der erste von 25 geplanten nationalen Hubs, die durch das 200 Millionen EUR schwere Programm „Zero Emission HGV and Infrastructure Demonstrator“ (ZEHID) der britischen Regierung unterstützt werden.
Das ist das beste Beispiel dafür, wie die Zusammenarbeit zwischen Industrie, Regierung und Innovationspartnern Lösungen zur Unterstützung der Elektromobilität hervorbringen kann. Außerdem finden sich weltweit immer mehr Beispiele für den Einsatz von eHGVs.
So wurde im Juli letzten Jahres in Island die erste kommerzielle Entwicklung des MaxiCharger MCS von Autel mit CPO ON Power vorgestellt, der bis zu 640 kW Gleichstrom liefert und über eine modulare Plattform verfügt, die auf eine Leistung von bis zu 1,2 MW und 1.500 A ausgelegt ist. Und dann brachte das Clean-Energy-Tech-Unternehmen VNT (Vrinda Nano Technologies) im Oktober letzten Jahres nach eigenen Angaben den ersten 1-MW-Ladepunkt (Megawatt) für Elektrofahrzeuge in Indien auf den Markt. Dieser richtet sich erneut an das Segment der Schwerlast-Elektrofahrzeuge.
Für Fuhrparks bricht also eine spannende Zeit voller Innovationen an. Mit der Einführung von Ladestationen mit mehr Megawatt haben Betreiber noch mehr Möglichkeiten, ihre größeren Fahrzeuge mit Strom zu versorgen und ihre Fuhrparks schneller zu elektrifizieren.
Größere Batterien, schnelleres Laden, größere Reichweite: Was gibt es Neues bei Elektrofahrzeugen?
Wenn man sich die Electro Beats vom letzten Jahr ansieht, schreitet die Entwicklung bei Elektrofahrzeugbatterien rasant voran. Aber wie sieht es mit den Batterien in Hybridfahrzeugen aus? Für Fahrer*innen, die noch nicht ganz bereit sind, komplett auf Elektroantrieb umzusteigen, gilt der Kauf eines Hybridfahrzeugs als guter Kompromiss. Da die elektrische Reichweite von Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen (PHEV) jedoch im Durchschnitt bei lediglich 50 bis 130 km liegt, sind sie nach wie vor stark auf den Kraftstoffantrieb angewiesen.
Was wäre aber, wenn die elektrische Reichweite erhöht würde?
Glücklicherweise hat Svolt Energy genau das mit der Einführung von Fortress 2.0 geschafft – einem 80-kWh-Akku, der derzeit als leistungsstärkster Akku für Plug-in-Hybridfahrzeuge gilt.
Was ist das Besondere an Fortress 2.0?
In den letzten Monaten gab es rasante Entwicklungen in der Chemie der Elektrofahrzeugtechnologie. Interessanterweise ist Fortress 2.0 jedoch keine chemische Neuerung, sondern eine methodische.
Aber was heißt das? Verbesserte Leistung ohne Erhöhung der Herstellungskosten:
Das System nutzt eine intelligente Stromsteuerung, die mit kurzen „Entspannungsphasen“ durchsetzt ist. Dadurch können Lithium-Ionen schwingen und sich gleichmäßiger verteilen, was ihren Eintritt in die Anode verbessert. Im Vergleich zur vorherigen Generation bedeutet das eine Verkürzung der Gesamtladezeit um 25 %.
Rekordkapazität: Mit 80 kWh kann das Batteriepaket mit denen von vollwertigen Elektrofahrzeugen mit verlängerter Reichweite (EREVs) mithalten, wie zum Beispiel dem SUV D19 von Leapmotor (80,3 kWh).
Verbesserte Dichte: Ein hochintegriertes Design steigert die Volumenausnutzung und die Gesamtenergiedichte um 6 % im Vergleich zur vorherigen Generation.
Ultraschnelles Laden: Dank verbesserter Graphit-Technologie kann die Batterie in etwa 10 Minuten von 10 % auf 80 % aufgeladen werden.
Gab es in letzter Zeit noch andere Entwicklungen bei Elektrofahrzeugbatterien?
Ja, jede Menge! Die neuesten Entwicklungen steuern der chinesische Autohersteller Chery und das Motorentechnologie-Startup Donut Lab im Bereich Festkörperbatterien bei:
Chery und das Elektroauto mit 1.500 km Reichweite
Der chinesische Autohersteller Chery (Muttergesellschaft von Omoda und Jaecoo) hat angekündigt, dass seine Premiummarke Exeed noch dieses Jahr eine Festkörperbatterie in einem Fahrzeug einsetzen wird. Die von Cherys internem Institut entwickelte Technologie hat eine gigantische Zellenergiedichte von 600 Wh/kg. Und welches Auto nutzt diese riesige Batterie? Der Exeed Liefeng.
Welche technischen Daten liefert der Exeed Liefeng?
Enorme Reichweite: Geschätzte Reichweite von 1.500 km (ca. 932 Meilen)
Leistung: 0–100 km/h in weniger als 3 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit von 260 km/h
Kältebeständigkeit: Als Branchenneuheit verspricht Chery eine „unübertroffene Leistung“ bei Minustemperaturen, sodass die Batterie selbst bei -30 °C zuverlässig funktioniert.
Die Technologie kommt zwar noch dieses Jahr auf den Markt, doch Chery verfolgt bei der schrittweisen Einführung einen vorsichtigen, datengestützten Ansatz:
Phase 1 (2026): Einsatz in Fahrdienst- und Fuhrparks, um Betriebsdaten zu sammeln
Phase 2 (2027): Vollständige Massenproduktion für den Verbrauchermarkt
Donut Lab: Aufladen in 5 Minuten ist jetzt möglich
Während Chery auf Autos setzt, beansprucht das Batterie-Startup Donut Lab den Titel für die weltweit erste kommerziell verfügbare und serienreife Vollfestkörperbatterie. Das Unternehmen gibt an, dass es bereits Gigawattstunden an Kapazität ohne den Einsatz von Seltenerdmetallen produzieren kann. Tatsächlich sollen die Zellen aus „100 % grünen“ Materialien hergestellt werden, die weltweit verfügbar sind. Außerdem hat es sich mit Verge Motorcycles zusammengeschlossen, um im ersten Quartal dieses Jahres das weltweit erste serienmäßige Elektrofahrzeug mit Festkörperbatterie auf den Markt zu bringen.
Größere Reichweite: Die neue Batterie erhöht die Reichweite des Motorrads von 349 km auf 595 km.
Ultra-ultraschnelles Laden: Die Batterie unterstützt eine vollständige Aufladung in nur 5 Minuten. Verge merkt an, dass die Ladezeit für das Verbraucherprodukt tatsächlich auf 10 Minuten verlangsamt wurde, damit den Fahrer*innen Zeit für einen Kaffee bleibt.
Erhöhter Nutzungszyklus: Ausgelegt für 100.000 Zyklen (im Vergleich zu ungefähr 5.000 bei herkömmlichen Li-Ionen-Batterien).
Verbesserte Ladungserhaltung: Behält >99 % der Kapazität bei Temperaturen von -30 °C bis 100 °C bei.
England lockert Vorschriften für EV-Ladepunkte in Einfahrten
Wusstest du, dass die britische Regierung die Anschaffung eines Ladepunkts für zu Hause jetzt noch einfacher gestaltet? Im Rahmen einer spannenden neuen Gesetzesänderung hat die Regierung ab Sommer 2025 die Baugenehmigungspflicht für die meisten Ladestationen für zu Hause abgeschafft!
Aber was heißt das?
Hausbesitzer*innen in England können jetzt einen wandmontierten oder auf einem Sockel befestigten EV-Ladepunkt in ihrer Einfahrt installieren, ohne eine Baugenehmigung zu beantragen, sofern das Gerät folgende Voraussetzungen erfüllt:
Es ist kleiner als 0,2 Kubikmeter.
Es ist mindestens zwei Meter von einer öffentlichen Straße entfernt.
Diese spannende Änderung soll Kosten senken, Verzögerungen reduzieren und die Einführung von Elektrofahrzeugen beschleunigen. Fahrer*innen können dadurch im Vergleich zum Betrieb von Benzin- oder Dieselautos bis zu 1.100 EUR pro Jahr sparen! So bleiben Fahrer*innen von Elektrofahrzeugen nicht nur die mühsamen Hürden bei der Installation erspart, sondern sie sparen auch bares Geld.
„Wir reduzieren den Papierkram, um die EV-Revolution voranzutreiben, damit Fahrer*innen, Unternehmen und alle, die umsteigen möchten, mehr Ladestationen zur Verfügung haben und weniger Bürokratie bewältigen müssen“,
so Lilian Greenwood, Ministerin der Labour Party.
Gibt es noch Einschränkungen?
Leasingnehmer*innen, Bewohner*innen von Neubauten mit restriktiven Eigentumsurkunden und Personen mit gemeinsamen Einfahrten müssen weiterhin mit Hindernissen bei der Installation rechnen. Manche dieser speziellen Fälle bringen aufgrund erforderlicher Einverständniserklärungen und anderer Diskussionen möglicherweise noch rechtliche Komplikationen mit sich.
Trotz dieser Vorbehalte gilt die Regeländerung jedoch allgemein als bedeutender Fortschritt. Die Regelung wird mit mehr als 2,3 Mrd. EUR aus staatlichen Mitteln gefördert und ist Teil einer umfassenderen Initiative zum Ausbau der Ladeinfrastruktur und zur Förderung des Übergangs zu umweltfreundlicherem Verkehr. Damit wird der Besitz von Elektrofahrzeugen für viele Haushalte in ganz England praktischer und erschwinglicher!