Willkommen zurück bei Electro Beat, deinem monatlichen Boxenstopp für die neuesten Entwicklungen aus der Welt der Elektromobilität. Von Mini-Fiat-Modellen, die den Golfplatz erobern, bis hin zum 40-Millionen-Dollar-Ferrari, der die Spielregeln für Hypercars komplett neu schreibt: In den letzten 30 Tagen haben wir jede Menge spannende Elektro-Stories für dich gesammelt.
Legen wir los …
Fiat Topolino mischt den US-Golfbuggy-Markt auf
Es sieht ganz danach aus, als könnte der Fiat Topolino das nächste große Ding für alle werden, die einen Golfcart kaufen wollen.
Laut der National Golf Foundation spielen in den USA jedes Jahr 29,1 Millionen Menschen auf klassischen Golfplätzen – bei landesweit rund 16.000 Plätzen. Und auch der Markt für Golfcarts ist riesig: Rund 1 Milliarde US-Dollar werden damit jährlich umgesetzt. Außerdem besitzen tatsächlich rund 2,3 Millionen Menschen in den USA ein solches Fahrzeug.
Bühne frei für den Topolino
Ursprünglich hatte Fiat vor dem US-Launch im Oktober 300 Exemplare des Topolino ausgeliefert. Das Modell kommt mit einer 5,4-kWh-Batterie auf rund 74 km Reichweite und lässt sich an einer normalen Steckdose laden. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h (in den USA auf 31 km/h begrenzt) ist es kein Wunder, dass Golfer*innen die kleinen Flitzer für ihre 18-Loch-Runde ins Auge fassen.
Topolino-Fakten
Batteriekapazität
5,4 kWh
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h (in den USA auf 31 km/h begrenzt)
Reichweite
74 km
Kosten
$13,995 (USD)
Die Reaktion spricht für sich: Laut Automotive News musste Fiat früher als geplant weitere Fahrzeuge ausliefern:
In Florida verkaufte Alfa Romeo Fiat of Daytona seine ersten sechs Topolinos sofort.
In Minnesota waren bei Schmelz Countryside Alfa Romeo and Fiat bereits fünf Exemplare verkauft, bevor sie überhaupt auf dem Händlergelände ankamen.
Und Golling Alfa Romeo Fiat in Michigan hat 10 von 14 Fahrzeugen verkauft und bereits neun weitere bestellt.
Abheben in die Zukunft: Flughäfen setzen auf Elektro
Von vollelektrischen Flugzeugen bis hin zu Überkopf-Ladesystemen für E-Autos an Flughäfen: In den USA hebt die Elektromobilität buchstäblich ab.
Das größte Elektroflugzeug der Welt
Lerne Heart X1 kennen – offiziell das größte Elektroflugzeug der Welt. Das batteriebetriebene Flugzeug absolvierte am 12. August am Plattsburgh International Airport im US-Bundesstaat New York seinen ersten Testflug und bewies dabei, dass es tatsächlich abheben kann. Als größtes kommerzielles Flugzeug mit null Emissionen ist das ein großer Schritt für die Luftfahrtindustrie.
Das von Heart Aerospace entwickelte vollelektrische Flugzeug erreichte eine Höhe von 335,28 Meter – ungefähr so hoch wie der Eiffelturm, wenn nicht sogar ein kleines bisschen höher. Doch was war das Beeindruckendste am 27-minütigen Testflug? Der gesamte Strom, der nötig war, um das mehr als 11.300 kg schwere Flugzeug in die Luft zu bringen, kostete gerade einmal rund 5 US-Dollar!
Hier sind noch ein paar spannende Fakten zum Flugzeug und Testflug für alle Luftfahrt-Fans:
„Elektrische Verkehrsflugzeuge haben das Potenzial, die Wirtschaftlichkeit von Fluggesellschaften grundlegend zu verändern und letztlich die Kosten des Fliegens für Passagiere zu senken.“ - Anders Forslund, Gründer und CEO von Heart Aerospace
Überkopf-Laden für E-Autos soll Elektrifizierung von Mietwagenflotten an Flughäfen beschleunigen
Und damit bleiben wir bei der elektrischen Revolution in der Luftfahrt: Während Elektroflugzeuge abheben, entstehen am Flughafen Portland Überkopf-Ladestationen für E-Autos.
ChargePoint hat die Installation eines innovativen Überkopf-DC-Schnellladesystems am Portland International Airport (PDX) angekündigt. Das System wurde speziell für Mietwagenflotten entwickelt und soll typische Herausforderungen an stark frequentierten Flughäfen lösen – etwa begrenzten Platz, hohe Kosten und infrastrukturelle Einschränkungen.
Die neue Anlage befindet sich in der Quick Turnaround (QTA) Facility des Flughafens. Dort werden Mietfahrzeuge zwischen zwei Vermietungen gereinigt, überprüft und für die nächste Vermietung vorbereitet.
Indem die Ladetechnik vom Boden weg und nach oben verlagert wird, lösen ChargePoint und der Port of Portland zwei zentrale Probleme beim Laden großer Flotten auf engem Raum: begrenzte Stellfläche und die Gefahr, dass die Ladetechnik beschädigt wird. Kurz gesagt: Es gibt mehr Platz – und die Ladestationen werden beim Rangieren der Fahrzeuge weniger leicht beschädigt.
Einige der besten Features des Überkopf-Ladesystems:
Kapazität: 10 Schnellladepunkte mit jeweils zwei Anschlüssen – damit können 20 E-Autos gleichzeitig laden.
Einziehbare Kabeltrommeln: Keine schweren Ladekabel, die über schmutzige Böden gezogen werden müssen.
Weniger Schäden: Praktisch keine Chance, dass ein müder Fahrer beim Rückwärtsfahren einen Ladepfosten erwischt.
Kosteneinsparungen: Deutlich geringere Installationskosten, da keine Bodengräben, Schutzrohre für die Verkabelung oder schwere Bodenverkabelung erforderlich sind.
„Die Investition des Port of Portland zeigt, wie sich Schnellladen in bestehende Parkflächen integrieren lässt, ohne Kompromisse bei der Platzierung der Technik eingehen zu müssen.“ - Rick Wilmer, CEO von ChargePoint
Ferrari wechselt auf die EV-Spur
Der Ferrari Luce, der im Mai 2026 vorgestellt wurde, hat bei einer Auktion unglaubliche 40 Millionen US-Dollar erzielt – rund dreimal so viel wie der übliche Verkaufspreis bei Sotheby’s.Das entspricht mehr als 1.000 Tesla Model Y – für den Preis eines einzigen Ferrari Luce.
Den Rekord des 2022 für 142 Millionen US-Dollar versteigerten Mercedes-Benz 300 SLR Uhlenhaut Coupé konnte der Ferrari zwar nicht knacken, aber der Luce ist nun das teuerste Elektroauto, das jemals bei einer Auktion verkauft wurde.
Die vom legendären Sir Jony Ive entworfene neue Sportwagenserie soll Innovation und Stil verkörpern und gleichzeitig die Möglichkeiten der Elektrotechnik von 2026 nutzen. Ives Karriere ist alles andere als geradlinig: vom iPhone über königliche Wappen bis hin zu Ferrari. Das klingt fast wie die ultimative Wunschliste eines Designers.
„Mit dem Ferrari Luce definieren wir erneut die Grenzen des Machbaren. Heute präsentieren wir nicht einfach ein neues Auto, sondern schlagen ein neues Kapitel auf, das unsere Vision Wirklichkeit werden lässt und Ferraris Tradition stärkt, die Zukunft vorwegzunehmen und mitzugestalten.“
Technische Innovation: Was macht den Ferrari Luce so cool?
Abgesehen von der charakteristischen Ferrari-Gelb-Option: Was macht die Technologie dieses neuen Modells aus Sicht der Elektromobilität eigentlich so spannend?
Vier-Motoren-Architektur
Im Grunde kommen zwei Motoren pro Achse zum Einsatz: 310 kW an der Hinterachse und 105 kW an der Vorderachse. Das Ziel war nicht nur, die Leistung zu optimieren, sondern auch die Drehmomentregelung zu verbessern. Für alle, die keine Autoexpert*innen sind: Beim Drehmoment geht es vereinfacht gesagt um die Drehkraft, die auf die Räder wirkt. Aus Sicherheitsgründen und für ein möglichst geschmeidiges Fahrerlebnis ermöglichen mehrere Motoren eine präzise und optimale Regelung des Drehmoments.
Die Vier-Motoren-Architektur bietet dabei mehr als nur Leistung: Sie trägt auch zu Effizienz, Thermomanagement und Langlebigkeit des Fahrzeugs bei – ganz im Sinne von Ferrari und seiner Tradition.
VCU
Die Vehicle Control Unit (VCU) ist eine neue Technologie für Ferrari – und was wäre ein besserer Einstieg als das erste Elektroauto der Marke?
Die neuen Möglichkeiten:
Range: Hochfrequente Drehmomentverteilung an der Hinterachse
= optimiert die Leistung
Perfo: Leistungsregelung zur Vermeidung elektrischer und thermischer Belastungen
= ermöglicht länger anhaltende hohe Performance
Motorsound
Eine der häufigsten Kritikpunkte am Umstieg auf Elektroautos ist das fehlende Motorgeräusch. Große Auto-Fans lieben das sonore Brummen und die kraftvollen Geräusche eines Verbrennungsmotors – und führen sie gerne als Argument gegen den Umstieg auf Elektroautos an. Als Legende unter den Luxus- und Sportwagenherstellern hat Ferrari dieses Thema nicht nur aufgegriffen, sondern ganz bewusst und authentisch gelöst. Statt künstlich erzeugte Geräusche einzuspielen, die einen Verbrennungsmotor imitieren sollen, nutzt Ferrari die echten Geräusche der Achsbewegungen und Motorfunktionen, um das Fahrerlebnis zu intensivieren. So entsteht ein Fahrgefühl, das an einen klassischen Ferrari erinnert. Gleichzeitig können Fahrer*innen die Funktionen ihres Autos während der Fahrt hören – etwa wenn etwas nicht richtig funktioniert.
Über die Range-Einstellung der VCU kann der Luce allerdings auch in den EV-Modus wechseln und damit das gewünschte nahezu lautlose Fahrerlebnis eines Elektroautos bieten. Für unterschiedliche Vorlieben entwickelt und gebaut: Mit diesem Konzept bekommst du das Beste aus beiden Welten.
Luce App
Willkommen Ferrari in der neuen Welt der Mobilität – der Ferrari Luce kommt mit seiner eigenen App. Von Ladevorgang und Reichweite bis hin zu gefahrenen Kilometern: Mit zahlreichen Statistiken können Luce-Fahrer*innen alle wichtigen Daten ihres E-Autos direkt auf dem Smartphone im Blick behalten. Noch praktischer: Die App bietet auch Klimasteuerung. So kannst du beispielsweise schon vor dem Aufschließen des Autos die Sitzheizung einschalten.
Elektro-Lkw können mehr, als du vielleicht denkst
Elektro-Lkw sind längst nicht mehr nur für die Auslieferung in Städten interessant. Neue Praxistests in Schottland zeigen, dass batterieelektrische schwere Nutzfahrzeuge bereits den Großteil der regionalen und lokalen Großhandelsrouten bewältigen könnten. Gleichzeitig bringt der tschechische Hersteller Tatra die Technologie mit einem neuen Elektro-Lkw in den Bau- und Bergbausektor.
Zusammen zeigen diese Entwicklungen, wie schnell sich elektrische Antriebe auch im Schwerlastverkehr durchsetzen.
95 % der Großhandelsrouten könnten elektrisch gefahren werden
Ein einjähriger Praxistest der schottischen Großhändler United Wholesale (Scotland) und Creed Foodservice hat gezeigt, dass bis zu 95 % ihrer kurzen und regionalen Lieferrouten mit elektrischen Lkw bewältigt werden könnten.
Die Unternehmen testeten 18-Tonnen-Lkw vom Typ Renault Trucks E-Tech D unter realen Bedingungen bei der Auslieferung von Lebensmitteln und Getränken – und zwar über verschiedene Jahreszeiten und unter unterschiedlichen Betriebsbedingungen.
Die Ergebnisse machen Mut: Die Elektro-Lkw konnten auf den lokalen Routen mit vergleichbaren Diesel-Lkw mithalten oder sie bei der Leistung sogar übertreffen.
Das Überraschende? Reichweite
Eine der wichtigsten Erkenntnisse war, wie wenig der verfügbaren Batteriekapazität die Lkw tatsächlich benötigten.
Im Durchschnitt verbrauchten die Elektro-Lkw während des Tests lediglich 36 % ihrer verfügbaren Batteriekapazität. Anders ausgedrückt: Den Fahrzeugen stand deutlich mehr Reichweite zur Verfügung, als sie für die gefahrenen Routen benötigten.
Für Flottenbetreiber, die sich fragen, ob ein Elektro-Lkw einen vollen Arbeitstag bewältigen kann, ist das eine wichtige Erkenntnis. Sie deutet darauf hin, dass die Reichweite bei planbaren Routen, auf denen die Lkw zu einem Depot zurückkehren, möglicherweise eine geringere Hürde darstellt als von manchen Betreibern angenommen.
Und auch finanziell gibt es Vorteile
Der Test brachte nicht nur gute Nachrichten für die Emissionsbilanz.
United Wholesale (Scotland) berichtete von Einsparungen von rund 10–20 EUR pro 100 km gegenüber Diesel.
Creed Foodservice schätzte die jährlichen Einsparungen auf 6.630 EUR, basierend auf den Energie- und Kraftstoffpreisen vom Februar 2026.
Jedes Fahrzeug könnte dabei jährlich rund 10–13 Tonnen CO₂ einsparen.
Das Laden am Depot trug dazu bei, die Betriebskosten niedrig zu halten.
Natürlich sind Elektro-Lkw nicht für jede Flotte die richtige Lösung. Ladeinfrastruktur, Nutzlast, Routenlängen und die Auslastung der Fahrzeuge müssen berücksichtigt werden. Doch der Test zeigt: Für Betreiber mit regelmäßigen lokalen und regionalen Routen könnte es sich schon heute lohnen, die Technologie selbst zu testen.
Anstatt zu fragen, ob eine ganze Flotte auf Elektroantrieb umgestellt werden kann, lohnt es sich für Betreiber möglicherweise mehr, sich anzusehen, welche einzelnen Routen schon heute bereit für den Umstieg sind. Octopus Fleet unterstützt dich auf deinem Weg zur Elektrifizierung – ganz egal, wo du gerade stehst.
Von Lebensmittellieferungen bis zum 22-Tonnen-Gelände-Lkw
Und auch bei Elektro-Lkw ist noch lange nicht Schluss beim Supermarktdepot. Tatra Trucks hat seinen ersten vollelektrischen Lkw vorgestellt: den Force e-Drive BEV – einen 8x8-Prototypen, der für besonders anspruchsvolle Einsätze im Baugewerbe und Bergbau entwickelt wurde.
Der Lkw verfügt über eine 480-kWh-Batterie, bis zu 550 kW Leistung und eine angegebene Reichweite von 300–400 km. Er kann bis zu 22 Tonnen transportieren und weitere 18 Tonnen ziehen. Dank seines Allradantriebs mit acht Rädern soll er auch anspruchsvolles Gelände abseits befestigter Straßen bewältigen können.
Noch handelt es sich um einen Prototypen – eine Serienproduktion ist daher keineswegs garantiert. Doch seine Entwicklung zeigt einmal mehr, dass Hersteller zunehmend ausloten, wo batterieelektrische Antriebe auch bei schweren Anwendungen funktionieren können, die lange als fest an den Diesel gebunden galten.
Kolumbien setzt in Bogotá auf die ersten Elektrobusse
Südamerika treibt die Elektrifizierung des öffentlichen Nahverkehrs weiter voran. In der Region sind inzwischen mehr als 10.000 Elektrobusse unterwegs. Auch Kolumbien baut seine Elektrobus-Flotte aus und hat die ersten elektrischen Gelenkbusse in das TransMilenio-Netz von Bogotá aufgenommen.
Die 50 neuen Busse bieten jede Menge moderne Ausstattung, darunter WLAN, USB-Ladeanschlüsse, Kameras, Totwinkelassistenten, Echtzeit-Telemetrie und digitale Rückspiegel. Die neuen Busse sind Teil eines umfangreichen Elektrifizierungsprogramms, mit dem Bogotá zwischen 2026 und 2029 insgesamt 900 neue batterieelektrische Busse in das öffentliche TransMilenio-Netz integrieren will.
So sieht der Ausbau aus:
631 neue E-Busse ersetzen ältere Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Weitere 269 elektrische Gelenkbusse sind für die zweite Phase vorgesehen und sollen das TransMilenio-Netz bis nach Soacha erweitern.
Die jüngste Beschaffungsrunde umfasst 147 neue Fahrzeuge, darunter 97 elektrische Klein- und Standardbusse, die bereits im Stadtverkehr eingesetzt werden.
Sobald alle 900 Elektrobusse unterwegs sind, rechnet TransMilenio mit einer jährlichen Einsparung von rund 57.500 Tonnen CO₂.
Irische E-Auto-Fahrer*innen könnten fürs Laden zu Hause bezahlt werden
Das Ziel: das nationale Stromnetz ausbalancieren. Der Vorteil: Geld dafür bekommen, das eigene E-Auto zu laden?
ESB Networks hat sich mit Ohme zusammengeschlossen, um EV Flex zu starten. Das Programm soll Fahrer*innen dabei unterstützen, ihr Ladeverhalten zu Hause besser an die Bedürfnisse des Stromnetzes anzupassen. Dafür nutzt EV Flex die Ladedaten von Ohme und schlägt geeignete Ladezeiten vor, die sowohl zu den Vorlieben der Fahrer*innen als auch zur verfügbaren Netzkapazität passen.
Im Juli 2026 stiegen die Zulassungen von Elektroautos im Vergleich zum Vorjahr um 98 %. Elektroautos machten damit 26,1 % der Neuwagenzulassungen in Irland aus. Je mehr Menschen auf Elektro umsteigen, desto wichtiger ist es, dass die Ladeinfrastruktur Schritt hält. Hier kommt EV Flex ins Spiel: Geld fürs Laden zu Hause.
Das Ziel ist, nachhaltigere Ladegewohnheiten zu fördern – zum Beispiel häufiger zu laden – und gleichzeitig die Belastung des Stromnetzes zu Spitzenzeiten nach Möglichkeit zu reduzieren. Der Test startete am 10. August 2026 mit einer ausgewählten Gruppe von Ohme-Fahrer*innen in der Republik Irland. Mithilfe der Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) soll EV Flex die Ladekosten optimieren und gleichzeitig Energie zurück ins Stromnetz speisen. Kurz gesagt: Je öfter du dein Auto zum Laden anschließt, desto mehr Prämien kannst du verdienen. Fahrer*innen können bis zu 12 EUR pro Monat an Prämien erhalten, die bei mehr als 50 Händlern in Irland eingelöst werden können.
3 Ladevorgänge pro Woche = 1 EUR
4 Ladevorgänge pro Woche = 2 EUR
5 Ladevorgänge pro Woche oder mehr = 3 EUR
Einige technische Details solltest du kennen, wenn du am Test teilnimmst:
Lade so oft wie möglich: Je öfter du dein Auto anschließt, desto mehr kannst du verdienen.
Jeder Ladevorgang muss an einem anderen Tag stattfinden: Dreimal an einem Tag zu laden zählt nicht.
Mindestens 6 Stunden pro Ladevorgang: So kann möglichst viel Energie ins Fahrzeug übertragen werden.
Die Ohme App hilft dir dabei, günstige Ladezeiten zu finden und den Überblick über deine möglichen Ladevorgänge zu behalten. Außerdem gibt es in der App ein Ladeziel, das dir dabei hilft, deine üblichen Fahrgewohnheiten beizubehalten. Der Test läuft etwas mehr als fünf Wochen. Insgesamt können Fahrer*innen dabei bis zu 70 EUR an Prämien verdienen.
Du möchtest mehr über bidirektionales Laden (auch V2G genannt) erfahren? Dann schau dir den Electroverse-Guide an. Dort erfährst du, wie die Technologie funktioniert.
Ohme engagiert sich übrigens nicht zum ersten Mal dafür, das Laden zu Hause im irischen Stromnetz voranzubringen. Anfang 2026 startete die Partnerschaft von Ford und Ford Pro mit Ohme. Im Rahmen des Ford Power Promise konnten Käufer*innen ausgewählter Modelle eine kostenlose Installation einer Wallbox erhalten. Auslöser war eine Ford-Umfrage unter 5.000 Fahrer*innen in Europa. Dabei gaben 25 % der Befragten an, unsicher zu sein, ob sie auf ein Elektroauto umsteigen wollten, und Bedenken hinsichtlich des Ladens zu haben. Mit zunehmender Aufklärung über Elektroautos und Ladetechnologien für zu Hause trug die Partnerschaft dazu bei, das Vertrauen in das Laden von E-Autos und das Verständnis für V2G zu stärken.
Das Angebot ist inzwischen sowohl für Privatkund*innen als auch für Unternehmen beendet. Ford Ireland meldete jedoch einen Anstieg der Elektroauto-Verkäufe um 500 % gegenüber dem Vorjahr. Zum Angebot gehörte außerdem Zugang zu mehr als 2.127 Ladepunkten im Ford BlueOval Charge Network, damit Fahrer*innen auch unterwegs im öffentlichen Ladenetz laden können.
Was gibt es im Vereinigten Königreich?
Die britische Variante wird von unserer eigenen Octopus Energy Group angeboten.
Im Juni 2025 kündigten Octopus, BYD und Zaptec gemeinsam das Power Pack Bundle an – und wollten damit das Laden für britische E-Auto-Fahrer*innen grundlegend verändern. Wer das Angebot nutzt, erhält kostenloses Laden zu Hause für die gesamte Leasingdauer des Fahrzeugs. Damit lassen sich jährlich rund 620 EUR beim Laden und bis zu 1.000 EUR im Vergleich zu einem Benzinauto sparen.
Das brauchst du für das Angebot:
Du bist Octopus-Energy-Kund*in oder bereit, zu Octopus zu wechseln.
Eine G99-Genehmigung (im Vereinigten Königreich) – die Beantragung kann bis zu 12 Wochen dauern.
Du musst dein E-Auto 20 Tage im Monat jeweils 12 Stunden lang anschließen können.
Das ist zwar ein gewisser zeitlicher Aufwand, spart dir aber nicht nur Geld, sondern unterstützt auch eine bessere Verteilung des Stroms im Netz.
Gut für britische E-Auto-Fahrer*innen: Das Angebot ist weiterhin verfügbar. Bevor du mit dem Sparen loslegen kannst, müssen einige Voraussetzungen geprüft und Dinge organisiert werden. Octopus Electric Vehicles erklärt die Details auf der Power Pack Bundle-Seite.